Der Schlüsselbund – Über Türen, die wir öffnen und schliessen

Dieser eine Schlüssel …
Fast jeder Schlüsselbund hat ihn.
Diesen einen Schlüssel, bei dem niemand mehr so genau weiss, wozu er eigentlich gehört.
Haustür? Keller? Alter Briefkasten? Fahrradschloss von 2007?
Keine Ahnung.
Aber wegwerfen?
Auf keinen Fall.
Man weiss ja nie.
Also bleibt er am Schlüsselbund. Seit Jahren. Er reist mit uns durch den Alltag, darf mit zum Einkaufen, zur Arbeit und in die Ferien und geniesst dabei ein erstaunlich sorgenfreies Leben.
Keine Aufgabe, keine Verantwortung, keine bekannte Tür.
Eigentlich beneidenswert.
Vielleicht ist genau dieser kleine unbekannte Schlüssel gar nicht so weit entfernt von manchen Dingen, die wir sonst noch mit uns herumtragen.
Was wir alles an unserem Schlüsselbund tragen
Ein Schlüsselbund erzählt erstaunlich viel über unser Leben.
Der Haustürschlüssel steht für den Ort, an den wir zurückkehren. Der Autoschlüssel für Bewegung. Der Büroschlüssel für Arbeit und Verantwortung. Vielleicht hängt dort noch der Schlüssel zur Wohnung der Eltern, zum Keller, zum Garten oder zu einem Ort, der längst zu unserem Alltag gehört.
Jeder Schlüssel öffnet etwas und im Laufe unseres Lebens müssen wir immer wieder Türen öffnen und schliessen. Manche führen uns weiter, andere erinnern uns daran, dass ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen ist.
Türen öffnen und schliessen – was uns dabei zurückhält
Vielleicht kennst Du das auch aus Deinem Leben.
Manche Lebensabschnitte sind eigentlich vorbei und trotzdem tragen wir noch etwas davon mit uns herum.
Eine alte Enttäuschung. Eine Beziehung, die längst beendet ist.
Eine Vorstellung davon, wie unser Leben hätte werden sollen.
Eine Aufgabe, für die wir uns noch immer verantwortlich fühlen.
Oder einen Glaubenssatz, den wir irgendwann übernommen haben und nie wirklich hinterfragt haben.
Wie dieser unbekannte Schlüssel am Schlüsselbund sind auch solche Dinge irgendwann einfach da.
Wir haben uns an ihr Gewicht gewöhnt und merken manchmal gar nicht mehr, dass wir sie noch tragen.
Dann gibt es diese verschlossenen Türen
Andere Türen würden wir gerne öffnen.
Eine Veränderung, die uns schon länger ruft.
Ein neuer beruflicher Weg. Eine Beziehung.
Ein Wunsch, den wir immer wieder zur Seite schieben.
Oder einfach die Sehnsucht nach einem Leben, das sich wieder etwas leichter und mehr nach uns selbst anfühlt.
Wir stehen davor und warten manchmal auf den richtigen Moment.
Auf mehr Sicherheit, mehr Mut.
Oder darauf, dass uns jemand endlich den passenden Schlüssel in die Hand drückt.
Doch vielleicht liegt genau darin ein kleiner Denkfehler.
Nicht jede neue Tür braucht einen Schlüssel.
Manche brauchen einfach den Mut, die Klinke herunterzudrücken.
Warum wir alte Schlüssel so schwer loslassen
Alte Dinge geben uns Sicherheit.
Selbst dann, wenn wir sie eigentlich nicht mehr brauchen.
Das gilt für Gegenstände genauso wie für Gewohnheiten, Beziehungen oder alte Rollen.
Wir kennen sie.
Sie gehören zu unserer Geschichte.
Deshalb fällt Loslassen manchmal schwerer, als wir denken.
Denn beim Loslassen entscheiden wir nicht nur über einen Gegenstand.
Wir entscheiden auch:
Das brauche ich für meinen weiteren Weg nicht mehr.
Und genau dieser Satz kann erstaunlich viel auslösen.
Vielleicht lohnt sich heute ein Blick auf Deinen Schlüsselbund
Nimm ihn einmal in die Hand.
Nicht, weil Du jetzt sofort sämtliche unbekannten Schlüssel entsorgen musst.
Schliesslich könnte einer davon tatsächlich noch die sagenumwobene Tür zum Kellerabteil öffnen.
Aber vielleicht fragst Du Dich:
Welche Türen gehören noch zu meinem Leben?
Welche habe ich längst geschlossen, trage ihren Schlüssel aber immer noch mit mir herum?
Und vor allem:
Welche neue Tür möchte ich endlich öffnen?
Manchmal zeigt uns ein ganz gewöhnlicher Gegenstand etwas, das wir im Alltag längst übersehen haben.
Vielleicht beginnt Veränderung deshalb nicht immer damit, eine neue Tür zu finden.
Manchmal beginnt sie damit, den Mut zu haben, eine alte endgültig zu schliessen und mit leichterem Schlüsselbund weiterzugehen.
Vielleicht wartet Deine nächste Tür schon auf Dich
Vielleicht gibt es auch in Deinem Leben eine Tür, die längst geschlossen werden möchte.
Oder eine neue, vor der Du schon eine Weile stehst und noch nicht weisst, wie Du sie öffnen kannst.
Manchmal sind es alte Muster, übernommene Geschichten oder Dinge, an denen wir festhalten, obwohl sie längst nicht mehr zu unserem heutigen Leben gehören.
Genau dort setzt meine Arbeit bei RaumImpulse an.
Gemeinsam schauen wir hin, auf das, was Dich noch festhält, auf das, was Du nicht länger tragen möchtest und auf die Räume in Deinem Leben, in denen wieder etwas Neues entstehen darf.
Denn Loslassen bedeutet nicht, die eigene Geschichte wegzuwerfen.
Es bedeutet, selbst zu entscheiden, was Du auf Deinem weiteren Weg noch mitnehmen möchtest.
Wenn Du spürst, dass es Zeit ist, einen alten Schlüssel loszulassen oder eine neue Tür zu öffnen, dann lass uns gemeinsam hinschauen.
Buche ein unverbindliches Kennenlerngespräch und entdecke, welche Türen sich öffnen dürfen, wenn Du nicht mehr jeden alten Schlüssel mit Dir herumtragen musst.
Ich freue mich darauf, Dich und Deine Geschichte kennenzulernen.
Von Herzen,
Jeannette Usora Dolnicek
Vielleicht steckt hinter manchen Dingen in unserem Zuhause mehr, als wir auf den ersten Blick vermuten. Gegenstände bewahren Erinnerungen, erzählen von alten Gewohnheiten und machen manchmal sichtbar, was wir längst loslassen möchten. Wenn Du noch ein wenig weiterstöbern möchtest, könnten Dich auch diese Gedanken begleiten:






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